Ein Plan für die Zukunft?

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buch_lampe

Langsam muss ich mir Gedanken machen, wie ich mit meiner Romanreihe vorgehen möchte. Eine Trilogie wird es mindestens, eventuell eine Quadrologie oder sogar eine Reihe ohne im Vorhinein festgelegte Anzahl. Immer noch stehe ich zwischen den Stühlen namens Verlagsbewerbung und Self-Publishing, tendiere jedoch mit jedem Tag ein Stückchen mehr zum Selbstveröffentlichen.

Doch dabei muss einiges beachtet werden. Bevor mein erster Roman veröffentlicht wird, sollte ich so etwas wie eine kleine Fanbase aufgebaut haben, denn sonst halte ich mein Buch in der Hand und preise es nur meinen Freunden und Verwandten an. Weiterhin sollte ich nicht allzu lange damit warten, bis dann der ersten Nachfolger erscheint. Wenn ich weitere vier Jahre benötige, bis der zweite Teil releasefertig geschliffen ist, gibt es vermutlich kaum noch Interesse. Daran habe ich bislang kaum gedacht. Mein Plan war immer, den ersten Teil endlich fertigzustellen und dann endlich auf den Markt zu werfen. Aber damit sollte ich mich wohl besser zurückhalten.

Ein weiteres mögliches Thema ist Crowdfunding. Hiermit könnte ich beispielsweise ein professionelles Korrektorat sowie Lektorat finanzieren. Von Nöten wäre hierfür aber ohne Frage eine Fanbase, die auch gewillt ist, ein paar Euro für mein Projekt vorzustrecken. Bei Benjamin Spang und seinem Roman Blut gegen Blut hat das funktioniert, doch es gibt sicherlich ausreichend Beispiele die gescheitert sind. Auf der anderen Seite kann man es auf einen Versuch einfach mal ankommen lassen.

Fazit: Ganz allmählich sollte ich eine Art Businessplan entwickeln, mich in bestimmten Punkten entscheiden und dann auf festgelegte Ziele hinarbeiten. Denn, so viel ist sicher, ich möchte meine Geschichte früher oder später unter die Leute bringen.

Verwaltung eines Schreibprojekts mit Scrivener

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scrivener_logoJa, die Überschrift liest sich wie Werbung, aber ich muss dieses tolle Programm für Autoren jetzt endlich mal ausführlich erwähnen. In den letzten Jahren habe ich mein Manuskript auf verschiedenste Weisen fortentwickelt. Angefangen habe ich mit OpenOffice, einer unkomplizierten, leicht zugänglichen Lösung. Textdokument geöffnet, losgeschrieben und alles war gut. Doch mit den Monaten habe ich nicht nur am Manuskript gearbeitet, sondern auch weitere Dokumente erstellt. Eins für die Welt, eins für die Namen, eins mit Todos, eins mit Ideen für den weiteren Geschichtsverlauf. Mittlerweile herrscht zwar eine einigermaßen nachvollziehbare Ordnung in meinen Schreibordnern, doch es gibt insgesamt einfach zu viele Dokumente in zu vielen Unterordnern.

Zwischenzeitlich habe ich mich in die reine Schreibsoftware Q10 verliebt (zum Blogeintrag), die ich liebend gerne im Vollbildmodus verwende, um mich nicht immer vom World Wide Web ablenken zu lassen. Doch hier steht das reine Schreiben im Vordergrund, für Ordnung sorgt die Software nicht. Vor dem NaNoWriMo 2013 habe ich dann mal in Scrivener reingeschnuppert, da ich in einem Schreibforum viel Gutes darüber las. Da ich das Programm für gut befand, nutzte ich dank des erfolgreich absolvierten NaNo eine Aktion und kaufte es. Im Jahr 2014 habe ich weniger geschrieben und mehr überarbeitet. Natürlich hätte ich meine bisherigen Projekte einfach in die Software übertragen können, aber das war mir damals eine zu große Hürde.

Doch jetzt habe ich mich aufgerafft. Aktuell steht der letzte große Überarbeitungsdurchgang vor Version 2.0 an und da ich in den letzten Wochen viele neue Szenen geschrieben habe, habe ich den Überblick verloren. Daher habe ich mich hingesetzt und alle alten Kapitel und Szenen umkopiert (mittlerweile weiß ich auch, dass der Import noch deutlich einfacher geht). Danach musste ich mich zwangsläufig etwas tiefergehend mit Scrivener beschäftigen und war sogleich wieder Feuer und Flamme. Ich werde mich wohl niemals Experte schimpfen können, denn dafür bietet Scrivener zu viele Möglichkeiten und ich habe nur Einblicke in Grundlagen. Dennoch versuche ich mich mal an einer kleinen Zusammenfassung der für mich wichtigsten Features inklusive einem Screenshot (von der Scrivener-Homepage):

scrivener_screen Ein Projekt besteht in Scrivener aus einem Manuskript- und aus einem Rechercheteil. In ersteren gehört natürlich der Text. Wie man den strukturiert, ist jedem Autor selbst überlassen. Ich habe Ordner für Kapitel und in jedem Ordner für jede Szene ein einzelnes Textdokument erstellt. Alle angelegten Ordner oder Dokumente können mit Tags versehen werden, wobei man komplett frei ist, wie das geschieht. Ich habe mich entschieden, jedes Kapitel eine Erzählperspektive zuzuweisen, das bietet für mich persönlich die beste Übersicht. Der Status kann ebenfalls festgelegt werden: Ist eine Szene fertig, befindet sie sich noch in der Rohfassung oder muss sie überarbeitet werden? Das sind nur Beispiele, man ist bei der Benennung und Vergabe der Stati völlig frei. Wunderbar ist auch die Pinnwandansicht, bei der man kurze Zusammenfassungen sieht und kinderleicht die Reihenfolge einzelner Kapitel oder Szenen ändern kann. Mindestens ebenso spannend sind die Ausgabemöglichkeiten. Hier kann man anhand verschiedener individualisierbarer Regeln festlegen, wie Szenen und Kapitel getrennt werden, was in möglichen Fuß- und Kopfnoten stehen soll und natürlich auch welches Format der Export haben soll. Ich habe meinen Roman gleich mal als mobi-Datei erstellt und ihn auf meinen Kindle geladen. Es ist schon cool und für das Überarbeiten auch hilfreich, sein eigenes Werk in echtem E-Book-Format zu sehen.

In Zukunft wird mir vor allem der Recherche-Teil Spaß machen und weiterhelfen. Hier werde ich sämtliche meiner Unterlagen einordnen, die aktuell noch in verschiedensten Text- und Office-Dokumenten herumfliegen. Egal ob Texte, Bilder, Videos oder Musik – Scrivener akzeptiert es. So habe ich alle wichtigen Infos (natürlich wird auch meine Weltkarte dazugehören) in einem Scrivener-Projekt. Auf die Bereiche Manuskript und Recherche ist man aber natürlich nicht angewiesen. Man kann auf der Hauptebene nach Belieben neue Ordner erstellen und ihre Icons ändern (um beispielsweise einen Charakter-Ordner mit Steckbriefen zu erstellen). Um auch im Notfall keine Probleme zu bekommen, befinden sich meine Projektdateien in der Dropbox. Zusammen ergibt das eine wunderbar flexible Arbeitsfläche.

 

Ihr seht: Meine Begeisterung ist groß. Vor allem aber beflügelt sie mein Vorhaben, in absehbarer Zeit mit Version 2.0 fertig zu werden und dann endlich eine neue Welle an Probelesern auf mein deutlich überarbeitetes Manuskript zu hetzen.

Korrekturleser – Ende Phase 1

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Es ist soweit. Die Tore sind geschlossen, Phase 1 ist beendet. Fünf Probeleser haben mein Manuskript durchgelesen, einer ist immer noch im Endstadium (wird jedoch kein alles veränderndes Feedback haben) und eine Probeleserin habe ich aufgrund von Zeitmangel absichtlich gestoppt. Sie wird mit Beginn der zweiten Phase weiterlesen.

Somit ergibt sich folgender Endstand:

Endstatus Phase 1

Abgesehen von Terra haben demnach alle ihre Arbeiten abgeschlossen, jetzt bin ich dran. Ich werde sämtliches Feedback einarbeiten und das Manuskript weiterhin vollständig überarbeiten. Außerdem führe ich mir nochmal alle Fragebogen zu Gemüte (Terras werde ich in Kürze noch einfordern, ganz gleich wie weit er dann ist) und fasse sie für mich zusammen. Eine spannende Zeit steht bevor, denn wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind und ich noch einmal alles gelesen habe, kann Phase 2 starten. Mehr soll es nach aktuellem Stand nicht geben, im Anschluss möchte ich endlich mit Teil 1 meiner Saga abschließen und die „Bewerbungsphase“ angehen. Schließlich warten Teil 2 und 3 sehnlichst darauf, dass ich an ihnen weiterarbeite.

 

Um ein aktives Schreibjahr einzuläuten, führe ich zweierlei Newsletter ein. Wer zukünftig keine neuen Beiträge meines Blogs verpassen möchte, kann sich auf der rechten Seite für Update-Mails anmelden. Zudem erhalten meine bisherigen Probeleser (demnächst auch die zukünftigen aus der zweiten Phase) Insider-Updates über den Fortschritt von Projekt A.

2015 wird super!

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2015Die erste vollständige Arbeitswoche hat begonnen und so langsam erwache auch ich aus meinem winterlichen Weihnachtsschlaf. Nach dem Ausfall meines Notebooks habe ich Projekt A im gesamten Dezember achtlos in der Ecke liegen lassen. Doch ein wenig Abstand von den eigenen Worten ist manchmal durchaus hilfreich und ich werde mich schon bald wieder mit großem Eifer an die Überarbeitung machen. Auch dank Dragon, denn er hat mir eine überarbeitete Version meiner Karte zukommen lassen (danke dafür!). Nicht nur wurde eine neue Landschaft integriert, die Karte ist jetzt auch knackscharf und lässt für mich derzeit keine Wünsche mehr offen. :)

Ich habe mir für dieses Jahr eigentlich nichts vorgenommen (es gab nicht einen einzigen Vorsatz). 2015 wird einfach super. Phase 1 werde ich mit Sicherheit abschließen und Phase 2 einläuten. Diesmal auch mit etwas Zeitdruck für alle Beteiligte, schließlich soll sich das Mammutprojekt auch mal seinem Ende annähern.

Ansonsten freue ich mich auf jedes Spiel der Borussia. DFB-Pokal, Europa-League und Bundesliga – in allen Wettbewerben ist Mönchengladbach sehr gut dabei. Bevor im Sommer die Fußball-Weltmeisterschaft der Damen ausgetragen wird, erfreue ich mich in den verbleibenden Wintermonaten am Wintersport.

Auch dieses Jahr werde ich wieder einige Konzerte von basta besuchen, im vergangenen Dezember haben wir die Gruppe gleich zweimal gesehen und waren wieder sehr begeistert.

Serien stehen derzeit ganz hoch im Programm, wir arbeiten uns durch eine Staffel nach der anderen. Wovon? Dazu wird es bald hoffentlich mehr im Blog geben. An dem bzw. an meiner Webseite ändert sich 2015 mit Sicherheit auch noch einiges. Insgesamt bin ich schon ganz zufrieden, ein Muss ist aber beispielsweise ein neues Logo.

Zu guter Letzt stehen natürlich auch viele Videospiele auf der Liste, egal ob sie abgearbeitet werden sollen oder interessante Neuerscheinungen sind. Und wer weiß, vielleicht kommt dieses Jahr auch eine neue Konsole ins Haus. Ich liebäugel ja schon lange mit einem Nintendo 3DS und in Kürze erscheint die new-Variante in Europa…

Ende gut, Netzteil Schrott

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Auch meinen fünften NaNo in Folge habe ich gewonnen! Den Großteil der Zeit habe ich sehr konstruktiv an meinem Romanprojekt gearbeitet. Zu Beginn und gegen Ende war ich in ein Schreibprojekt vertieft. Schon am 18. November habe ich die 50.000 Wörter-Grenze überschritten, diesmal lief es also erneut unglaublich gut für mich. Wenige Tage später kam ich aber aus Zeitmangel weder zum Schreiben noch zum Überarbeiten. Zu allem Überfluss verabschiedete sich dann auch noch mein Netzteil.

Wie so oft sind meine Vorsätze (ich wollte während des NaNos und auch im Dezember mehr berichten) für das Jahresende mal wieder dahin. Immerhin konnte ich mich zu dieser Neuigkeit durchringen. :P

Schon bald werde ich die Korrekturarbeiten zum Roman aber wieder aufnehmen und mit großen Schritten Version 2.0 sowie die neue Probeleserwelle ansteuern. Doch zuvor genieße ich die Vorweihnachtszeit, das Fest selbst und den Jahreswechsel. Für den Fall der Fälle wünsche ich euch schon mal besinnliche und friedliche Tage!

Mühsamer NaNo-Auftakt

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Abgeschlossene Tage: 4

Geschrieben: 8.132 Wörter

Gefordert: 6.667 Wörter

Der NaNo-Startschuss und die ersten vier Tage liegen hinter mir und ich kann mich über die aktuelle Wortzahl echt nicht beschweren. Am Wochenende war ich unterwegs (mehr dazu in einem seperaten Beitrag) und bislang bin ich noch nicht annähernd in den NaNo-Schreibrausch verfallen. Das liegt neben dem Schlafmangel sicherlich auch daran, dass ich mein Herzensprojekt eben „nur“ überarbeite und nicht weiterschreibe. Doch ich bin optimistisch, denn in den kommenden Tagen werde ich mich dem Schreibwahn voll und ganz widmen, die Couch verlassen und stattdessen meinen Schreibsessel im fernsehfreien Zimmer mit schlechtem WLAN-Empfang bevorzugen. Weitere Zwischenstände folgen.

Ich plane übrigens eine Art Newsletter für meine Probeleser, um sie auf dem Laufenden zu halten. Dazu habe ich auch schon eine passende neue E-Mail-Adresse eingerichtet. Mehr dazu bald, aktuell steht natürlich der NaNo im Vordergrund.

Korrekturleser – Status 6/2014

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Stolz darf ich schon wieder einen neuen Status präsentieren, denn meine Probeleserin MJ hat einen Endspurt hingelegt und ihre Arbeit beendet. Auch den Fragebogen hat sie mir innerhalb eines Tages ausgefüllt zurückgeschickt. Es geht also wirklich gut voran. Für den Abschluss von Phase 1 fehlt nicht mehr viel:

  • Der ausgefüllte Fragebogen von Schinski
  • Das Feedback zu den Kapiteln 23-51 von MJ
  • Die Fertigstellung der Kapitel 29-51 von Terra
  • Das komplette Feedback von Terra
  • Der ausgefüllte Fragebogen von Terra
  • Die Fertigstellung der Kapitel 11-17 von C
  • Das Feedback zu den Kapitel 11-17 von C

C ist ein Sonderfall, sie liest nur noch bis Kapitel 17, anschließend geht es hoffentlich nahtlos mit Version 2.0 und Kapitel 18 weiter. Das sieht auf den ersten Blick nach viel aus, ein Ende ist jetzt aber wirklich in Sicht.

Aktuell überarbeite ich meinen Roman fast täglich und hochmotiviert. Der NaNoWriMo nähert sich mit Riesenschritten und ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich auch im Schreibmonat November überarbeiten muss. Es fühlt sich einfach richtig an, mein Herzensprojekt endlich auf das nächste Level zu bringen.

 

Tabelle Status 6/2014

Mein Plan für den NaNo

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Nur noch gut zwei Wochen, dann beginnt der NaNoWriMo 2014. Ich möchte auch bei meiner fünften Teilnahme „gewinnen“ und die 50.000 Wörter schaffen. Doch was schreibe ich? Oder soll ich lieber überarbeiten? Es gibt einige Möglichkeiten:

  1. Ich könnte am dritten Teil von Projekt A weiterschreiben. Allerdings wird es durch die aktuelle Überarbeitung des ersten Teils Auswirkungen in den Nachfolgern geben, die aktuell schwer einzuschätzen sind.
  2. Ich stecke gerade mitten in der Überarbeitung meines ersten Romans. Soll ich hier einfach mit einem Umrechnungsfaktor weitermachen? Problem: Es fühlt sich einfach nicht wie ein „echter“ NaNo an, bei dem man sich dem Schreiben vollkommen hingeben kann.
  3. Ich könnte mich nochmal an einem der zwei anderen Projekte wagen, die ich in den letzten Jahren begonnen habe. Aber ob es diesmal besser läuft als zuvor? Projekt A hat mich jedes Mal zurückgerufen.
  4. Eine Idee schwebt mir seit dem letzten Winter im Kopf herum. Ich habe bereits mit dem Schreiben begonnen. Es handelt sich mehr oder weniger um mehrere Kurzgeschichten.
  5. Die Schreibwerkstatt hat zu einem Weihnachtsschreibwettbewerb ausgerufen, an dem ich gerne teilnehmen möchte. Allerdings sind maximal 14.400 Anschläge erlaubt, was gerade mal rund 2.000 Wörtern entspricht.

Was also tun? Alles in mir schreit immerzu danach, an Projekt A weiterzuarbeiten. Und während ich diesen Blogeintrag schreibe, reift die Idee, parallel an Punkt 4 und 5 zu schreiben sowie Punkt 2 wahrzunehmen. Ich werde also eine ganz kurze Kurzgeschichte schreiben, mehrere mittellange Storys und zudem meinen ersten Projekt A-Roman überarbeiten. Dazu muss ich mir nur noch eine sinnvolle zeitliche Einteilung und ein Zählsystem beim Überarbeiten überlegen. Fest steht so oder so: Der November wird wieder wahnsinnig spannend!

Korrekturleser – Status 5/2014

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Seit dem letzten Update hat sich wieder einiges getan. Zu meiner großen Freude ist ein weiterer Korrekturleser fertig geworden, es gibt womöglich eine neue Leserin für Version 2.0 und zwei Leser nähern sich langsam aber stetig dem Ende. Mit der Probeleserin C habe ich vereinbart, dass sie nach Kapitel 17 pausiert und erst nach der Fertigstellung von Version 2.0 weiterliest. Ob der Korrekturleser Sib noch lange dabei bleibt ist unklar, hier ist die Kommunikation etwas unbefriedigend.

Vor dem schnell näherrückenden diesjährigen NaNoWriMo möchte ich so viel wie möglich überarbeiten. Noch bin ich mir nicht sicher, ob ich im NaNo ebenfalls überarbeite oder schreibe. Das Schreiben macht mir am meisten Spaß, das Überarbeiten drängt dafür mehr. Sobald ich mich entschieden habe, wird die Welt davon erfahren. Hier aber erstmal der aktuelle Stand:

 

Tabelle Status 5/2014

Geheimwaffe Vorlesen

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Meine Frau ist mit ihrer Korrekturarbeit fertig, ohne auch nur eine Seite gelesen zu haben. Wie das möglich ist? Ich habe ihr meinen kompletten ersten Roman vorgelesen. Und das war unglaublich lehrreich.
Schon nach wenigen Seiten habe ich mich über so manche Macke von mir geärgert und sie fortan wegimprovisiert. Man hinterfragt plötzlich Textstellen, die beim stillen Lesen unauffällig wirken. Auch storytechnisch kam mir vieles mit einem Mal unglaubwürdig oder spanisch vor.
Dazu hat mir Sarah das Manuskript am Ende einigermaßen um die Ohren gehauen. Nach anfänglichem Panzerausfahren und Aus-Prinzip-Verteidigen habe ich die Schwachstellen aber selbst gesehen. Mittlerweile stören sie mich sogar so sehr, dass ich mich mit riesigem Eifer in eine große Überarbeitungs-Schlacht geschmissen habe. Tagelang habe ich geplottet, um blassen Charakteren mehr Hintergrund zu verleihen. Ganze Szenen werden entfallen, neue werden geschrieben. Handlungsstränge werden angepasst, Perspektiven hinzugefügt. Das klingt zunächst ziemlich gravierend. Im Grund sind das alles aber nur Feinarbeiten, die den feststehenden Rahmen merklich aufpolieren sollen. Außerdem bin ich überzeugt davon, dass mein Roman dadurch deutlich besser wird.
Wenn ich mein Manuskript das nächste Mal mit einem erleichterten Seufzen überarbeitet habe, dann soll endlich die zweite Version vor mir liegen. Dann werden drei bislang noch zurückgehaltene Korrekturleser auf die in neuem Glanz strahlenden Seiten losgejagt. Und dann bin ich einer möglichen Bewerbungsphase einen großen Schritt näher gekommen.