Ein Plan für die Zukunft?

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buch_lampe

Langsam muss ich mir Gedanken machen, wie ich mit meiner Romanreihe vorgehen möchte. Eine Trilogie wird es mindestens, eventuell eine Quadrologie oder sogar eine Reihe ohne im Vorhinein festgelegte Anzahl. Immer noch stehe ich zwischen den Stühlen namens Verlagsbewerbung und Self-Publishing, tendiere jedoch mit jedem Tag ein Stückchen mehr zum Selbstveröffentlichen.

Doch dabei muss einiges beachtet werden. Bevor mein erster Roman veröffentlicht wird, sollte ich so etwas wie eine kleine Fanbase aufgebaut haben, denn sonst halte ich mein Buch in der Hand und preise es nur meinen Freunden und Verwandten an. Weiterhin sollte ich nicht allzu lange damit warten, bis dann der ersten Nachfolger erscheint. Wenn ich weitere vier Jahre benötige, bis der zweite Teil releasefertig geschliffen ist, gibt es vermutlich kaum noch Interesse. Daran habe ich bislang kaum gedacht. Mein Plan war immer, den ersten Teil endlich fertigzustellen und dann endlich auf den Markt zu werfen. Aber damit sollte ich mich wohl besser zurückhalten.

Ein weiteres mögliches Thema ist Crowdfunding. Hiermit könnte ich beispielsweise ein professionelles Korrektorat sowie Lektorat finanzieren. Von Nöten wäre hierfür aber ohne Frage eine Fanbase, die auch gewillt ist, ein paar Euro für mein Projekt vorzustrecken. Bei Benjamin Spang und seinem Roman Blut gegen Blut hat das funktioniert, doch es gibt sicherlich ausreichend Beispiele die gescheitert sind. Auf der anderen Seite kann man es auf einen Versuch einfach mal ankommen lassen.

Fazit: Ganz allmählich sollte ich eine Art Businessplan entwickeln, mich in bestimmten Punkten entscheiden und dann auf festgelegte Ziele hinarbeiten. Denn, so viel ist sicher, ich möchte meine Geschichte früher oder später unter die Leute bringen.

4 Antworten

  1. Lieber Samuel,
    wenn ich Dir etwas raten darf- fang kleiner an. Kurzgeschichten sind ganz wunderbar zum Aufbauen einer Fanbase. Und setzt Dich nicht unter Druck, nicht jeder muss gleich 350 Seiten schreiben. Schau Dir die Damenwelt an, ihre Bücher sind zwischen 150-250 Seiten stark und geliebt. Crowdfunding ist auch ganz klasse, auch hier muss die Fanbase stimmen, aber Du machst auch gleichzeitig Crowdmarketing für das Buch. Also: lass es ruhig angehen, nimm kleine Sachen und setze sie bei amazon rein und dann schau, wie Tag für Tag die Community wächst. Such Dir zwei, drei Blogger, schicke ihnen die Geschichte. Leg ein Profil bei lovelybooks an, schau in Foren, die sich mit dem beschäftigen, über das Du schreiben möchtest und, ganz wichtig, mach ein Autorenprofil bei Facebook – schau Dir mal Kai Lüftner dort an, der macht es ganz wunderbar 🙂 sonnige Grüße
    Deine
    Ines

  2. Hallo Ines,

    vielen lieben Dank für deinen Rat. Ich beherzige ihn sehr gerne. In den letzten Wochen hat sich ein sehr ähnlicher Gedanke in meinen Kopf gesetzt. Ich habe mir vogenommen, einige Kurzgeschichten zu schreiben, die in meiner eigenen Fantasywelt spielen.
    An einem Autorenprofil bei Facebook arbeite ich bereits, weitere Schritte werde ich sicherlich bald gehen.

    Nochmal vielen Dank für deinen Kommentar, ich habe mich sehr darüber gefreut! 🙂

    Liebe Grüße

    Samuel

  3. Hallo Samuel,

    ich würde Dir – wie Ines – auch den Rat geben, kleinere Projekte anzugehen. Eine Kurzgeschichten-Sammlung ist da schonmal ein guter Anfang. 🙂

    Du könntest zusätzlich auch einen einzelnen in sich abgeschlossenen Roman schreiben. Der könnte doch auch in Deiner Fantasy-Welt spielen, vielleicht mit anderen Charakteren und/oder in einer anderen Zeit. Natürlich könnte das auch etwas völlig anderes sein, aber dann wäre es gut, wenn Du ähnliche Rahmenbedingungen hast, also auch Fantasy, falls Deiner Triologie eine mittelalterliche Welt zugrunde liegt (das konnte ich aus Deinen Beschreibungen nicht so eindeutig rauslesen), dann würde ich das auch für die Einzel-Geschichte so durchzuziehen, damit Du ein ähnliches Publikum ansprichst.

    Was Deine Trilogie betrifft, teile ich Deine Bedenken. Die meisten Leser möchten nicht 4 Jahre warten, ehe sie die Fortsetzung in den Händen halten. Mir geht so etwas als Leser auch schon zunehmend gegen den Strich. Da wäre es wohl wirklich sinnvoll, wenn Du alle Teile schon so weit fertig geschrieben hast, dass sich zumindest keine inhaltlichen Änderungen mehr ergeben. Den Feinschliff beim Ausdruck und die Korrektur der Rechtschreibfehler kann man dann sicher auch nach und nach vornehmen, wenn der erste Teil veröffentlicht ist. (Diesen Plan habe ich zumindest für meine Trilogie gefasst und weil das vermutlich sehr lange dauern wird, schreibe ich momentan auch lieber Einzel-Romane.) Falls Du Dich für den Weg mit dem Verlag entscheidest, weiß ich darüber hinaus auch nicht, ob die angefangene Trilogien von neuen Autoren überhaupt nehmen würden. Kann gut sein, dass die nur fertige Werke annehmen, um da kein Risiko einzugehen, dass der Autor nicht rechtzeitig liefert.

    Zu Deiner Entscheidung, ob Verlag oder Selfpublishing, musst Du für Dich abwegen, was Dir am wichtigsten ist: Willst Du Dich lieber hauptsächlich aufs Schreiben konzentrieren, jemanden haben, der sich um Dein Cover kümmert, Lektorat und Korrektat bekommen, kannst gut unter Deadlines arbeiten und kannst damit leben, wenn Dir das Cover vielleicht nicht so gut gefällt und Du möglicherweise einzelne Stellen/Ereignisse im Roman abändern musst, weil andere ihn so für verkaufsfähiger halten? Dann versuche ruhig, einen Verlag zu finden. (Da soll der Weg über eine Agentur aber besser sein, als direkt den Verlag zu kontaktieren.)

    Wenn es Dir wichtig ist, bei allem das letzte Wort zu haben und keine Deadlines vorgesetzt zu bekommen, und Du bereit bist, Dich neben dem Schreiben auch in andere Dinge wie Cover-Erstellung, Formatierung ins E-Book/Taschenbuch, Titel-Schutz etc. einzuarbeiten, dann werde Selfpublisher. Werbung musst du m.E. auf beiden Wegen selbst in die Hand nehmen.

    Falls Du Fragen zum Selfpublishing hast, kannst Du mich auch gern löchern. Ich bin zwar noch nicht so lange dabei, habe aber schon sehr viel gelernt 🙂

    Auf jeden Fall viel Erfolg bei Deiner Entscheidung und gutes Gelingen für die Kurzgeschichten beim NaNo.

    Liebe Grüße
    Stefanie

    PS: Eine Sache hast Du aber schon sehr gut gemacht. Du baust Dir eine Fanbase auf, bevor Du die erste Veröffentlichung in die Welt schickst. 🙂

  4. Hallo Stefanie,

    vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂

    Die Idee eines einzelnen, in sich abgeschlossenen und in meiner eigenen Fantasywelt spielenden Romans finde ich echt gut. Die Kurzgeschichten und den Einzelroman kann man prima zum Aufbau einer Fanbase nutzen, dann erst erscheint die große Tri- oder Quadrologie.
    Auf diese Weise kann ich wunderbar den Druck von meiner mittlerweile fünfjährigen Großbaustelle nehmen. Und genügend Stoff für einen Einzelroman sollte ohnehin vorhanden sein.

    Was die Trilogie angeht: Den zweiten Teil habe ich sogar bereits geschrieben. Er muss allerdings noch stark überarbeitet werden. Es hat sich doch einiges geändert, was den Lauf der Geschichte beeinflusst. 😉

    Tja, was die Entscheidung zwischen Verlag und Selfpublishing angeht: Ich muss wohl noch viele Stunden in mich gehen, um herauszufinden, was die richtige Wahl für mich ist. Auf jeden Fall danke ich dir für das Angebot der Fragenlöcherung. 😉

    Nochmal vielen Dank für deine vielen hilfreichen Worte! Vor allem auf die Idee, einen Einzelroman „vorzuschalten“ bin ich bislang noch gar nicht gekommen.

    Dir ebenfalls ganz viel Erfolg beim NaNo! Man liest sich ganz sicher! 🙂

    Liebe Grüße

    Samuel

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